Being Geek II

Posted: 8th März 2009 by twelve02 in Beats, Berlin

Es hatte mich mal wieder nach Berlin verschlagen. Immerhin hatte ich meinem Softgarden-Arbeitskollegen Viktor, ebenfalls Geek, beim letzten Mal einen Besuch versprochen. Germanwings macht den Trip von Zweibrücken für weniger als 80 Euro; insofern keine schlechte Gelegenheit dem tristen Alltag in Saarbrücken ein Wochenende den Rücken zu kehren.

Freitag nach der Arbeit, meine für das Wochenende völlig überqualifizierte Ausrüstung hatte ich in zwei Rucksäcken mit ins Büro gebracht, machte ich mich auf den Weg. Vor dem Saarbrücker Hauptbahnhof traf ich mich mit meiner Nachbarin Sandra, die im gleichen Flieger saß und am Wochenende ihre Freundinnen besuchen fahren würde. Mit Bus, Bahn,Taxi, S- und Ringbahn ging es dann für sie zu ihrer Freundin Katrin und für mich zu Viktor weiter.

Den Abend verbrachte mit ihm und seiner Freundin Nathalie bei Playstation, blondem Bier und dem sagenhaften Grand Theft Auto 4. Nach der langen Reise war mein persönlicher Ehrgeiz, noch einmal vor die Tür zu gehen ziemlich gedämpft. Entspannt an einem Playstation-Controller herumzudrücken schien eine hervorragende Alternative zu sein. Am nächsten Morgen waren wir so gegen zwei zum Brunchen mit Sandra und ihren Mädels verabredet.

Gesunde und frische Nahrungsmittel wurden ansprechend präsentiert. Während ich mich nach und nach durch das Buffet schlemmte ging Katrin mir zunehmend auf den Sack. Am Vorabend hatte ich sie kurz kennengelernt, als sie Sandra an einer S-Bahn-Station abholte. Spontan hinterließ sie einen ungepflegten aber jovialen Eindruck. Heute saß sie mir beim Brunchen im Friedrichshainer Café Hundertwasser gegenüber und versprühte denn Charme eines Winkelschleifers. Spätestens als sie mich als bemitleidenswerten Computerfuzzi darstellte war klar, dass wir zwei uns hassen würden. Ich erzählte ihr noch ein zwei Geek-Witze bevor ich beschloss, ihr aus dem Weg zu gehen und das Katastrophenwetter zu genießen. Es goss.

XKCD - Exploits of a Mom

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Das Wochenende in Berlin tröpfelte ebenfalls an mir vorbei, ohne wirkliches Highlight. Klar, da war dieser wahnsinnig coole Geekzubehörladen in Friedrichshain mit Manga-Figuren, Star-Wars-Spielzeug, Comics und so viel Kram, dass ich mich hätte arm kaufen können. Am Sonntag war ich auf einer Fotoausstellung, die auch ziemlich aufregend war. Aber irgendwie war die Schlagzahl im Vergleich zu meinem letzten Berlinbesuch reduziert.

Samstagabends war ich auf einer sehr netten Geburtstagsparty bei einer weiteren ehemaligen Softgarden-Arbeitskollegin, Tissi, eingeladen. Das war eine gute Gelegenheit zum Vorglühen, bevor wir ins Maria am Ostbahnhof (einen der größten Clubs in Berlin wenn ich das richtig verstanden habe) gehen würden. Nachdem wir uns verabschiedet hatten marschierten wir eine gefühlte Dreiviertelstunde durch Berlin, bis wir schließlich am Ostbahnhof angekommen waren. Zu allem Elend stand vor der Tür eine Riesenschlange, in die sich Viktor, Nathalie und meine Bescheidenheit einsortierten. Immerhin regnete es nicht.

Heute Abend war Soffy O. da, die konnte man sogar kennen. Der Eintritt war mit 13 Euro einigermaßen unverschämt, aber man ist schließlich nicht alle Tage hier. Drin angekommen erwartete mich Soffy O., die einigermaßen schlecht war und – Katrin. Die war sternhagelvoll und sah aus als wäre sie aus Versehen hier und wollte eigentlich auf den Mittelaltermarkt nebenan. Ich weiß nicht wie Sandra sie an den Türstehern vorbei geschafft hatte; die Gesamtsituation war unbefriedigend. Dazu lief Musik die man als Trance bezeichnen würde, wenn der Begriff nicht so belastet wäre. Viktor schlief ein, auf einem Sofa neben dem Dancefloor und bei ungefähr 120 Dezibel. Nicht viel später saßen wir in einem Taxi zurück zu Viktor und Nathalie, mit denen ich ein hinreißendes Wochenende verbrachte und vor deren Gastfreundschaft ich mich verneige.

So ganz genau weiß ich nicht, was mich ritt den Sonntag mit den Mädels zu verplanen. Über all dem hing mittlerweile die dunkle Wolke Katrin. Sophie, die etwas phlegmatische zweite Freundin bei der Sabrina dieses Wochenende verbrachte, hatte mir ein Nachtlager angeboten für die Nacht von Sonntag auf Montag. Da ich Viktors Gastfreundschaft nicht zu sehr strapazieren wollte hatte ich am Samstag beim nach dem Brunch zugesagt. Sophie ist echt okay und auch vor ihrer Gastfreundschaft verneige ich mich. Aber für einen coolen Nachmittag in Berlin musste ich mich den ganzen Tag über Katrin ärgern und bei vollem Gepäck Dinge sehen, die ich schon beim letzten Besuch besichtigt hatte. War ich froh, als ich Montagmorgen in meinem Flieger zurück in die Heimat saß. Endlich wieder Alltag!

  1. Kira sagt:

    mann mann mann.. lernst du eigentlich immer nur schlimme Frauen kennen?
    das mit dem mittelalteroutift hört sich ja wieder nach total abgedrehter theater-öko-esoterik-tante an….

  2. ARTHUR sagt:

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